Videopunk

Anarchy in Web-TV

15
Jan 2010

Kostenlos Hulu und Vevo gucken - so geht's

Der Traum eines jeden Serienjunkies: Hulu, die US-Videoseite beherbergt ein riesiges Archiv an Video-Klassikern und stellt aktuelle Serienhits zum HD-Vergnügen bereit, wenn auch nur für einen befristeten Zeitraum. Vevo soll das MTV der Internet-Zeit sein. Doch wir Germanen schauen auf einen schwarzen Bildschirm: Für Nicht-USler ist der Video-Genuss aus Lizenzgründen gesperrt.

 

Wie es dennoch geht?

Die kostenlose Software Hotspot Shield installieren, im Browser diesen Software-Proxy anschmeissen und schon wird vorgegaukelt, man surfe vom amerikanischen Sofa.

Aber Achtung: Die vermeintliche Gratis-Software schiebt gern Werbetafeln ins Surfvergnügen. Und regelmäßig taucht eine gesponsorte Startseite auf. Dies alles aber nur, wenn die Software aktiviert ist. Den digitalen Besuch der Sparkasse würde ich demnach nicht damit unternehmen.

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15
Jan 2010

Star Wars: Uncut

Unter dem Titel Star Wars: Uncut werden über Vimeo sämtliche Szenen des Filmes von Usern nachgespielt - Stück für Stück, Shot für Shot. Und: Das Projekt ist zu 98 Prozent fertig. Freuen wir uns also auf einen baldigen Popcorn-Abend mit Luke, Darth und Co.

 

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14
Jan 2010

News mit einer DSLR? Wohl kaum...

Mit kindlicher Verwunderung habe ich diesen Beitrag von Matthew Allard gelesen und gesehen. News mit einer DSLR? Das klingt nach einer noch größeren Revolution im Bewegtbildbereich, als das Faktum "Foto goes Video" an sich. Doch schließt für einen Moment die vor Begeisterung weit aufgerissenen Augen: Das was Mr. Allard unter News versteht, hat mit unseren NIFs nicht viel am Sensor.

Schauen wir uns zunächst den mit einer Canon 7D gedrehten Beitrag an:

Ich finde den Beitrag äußerst gelungen, sowohl inhaltlich als auch stilistisch. Ein Thema, welches förmlich nach tollen Bildern schreit.

Allerdings - und das ist das größte Manko - steht der Produktionsaufwand auf der falschen Seite der News-Straße.

The shoot took about 4-5 hours to do.

Für eine klassische News wird es an dieser Stelle schon knapp.

Aber weiter:

The whole edit took about 7-8 hours to do as I spent a lot of time fiddling with it and making slight adjustments – I was running five tracks of audio.

Nun mag man/frau argumentieren, dass diese Produktionszeit für das Ergebnis in Ordnung gehen möge. Aber 5 + 8 macht bei mir immer noch 13 Arbeitsstunden.

Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie dieses im Alltagsgeschäft deutscher Privatsender aufstoßen würde. Oder noch extremer: Bei eher Buchstabenlastigen Medienhäusern. Der Trend geht dort eher zu Flip-Bewegtbildern.

So aufregend die schöne neue DSLR-Welt auch ist: Sie bleibt zunächst weiterhin der fiktionalen und der dokumentatorischen Schiene vorbehalten. Halt allem, was nicht bei Drei schon auf dem Sendemast sitzen muss.

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01
Jan 2010

Ge-relaunched (1)

Fast hätte ich es vergessen: Wir haben dann mal unseren Video-Player gepimpt. Jens hat bereits ein paar Punkte rausgegriffen und darüber geschrieben (Teil 1 Teil 2).

 

Hier ein erster Blick hinter die Kulissen aus meiner Sicht.

 

Was der neue Player jetzt kann:

- Embedding

Ein viel zu lange überfälliges Feature, welches aber in der Verlagsbranche stark diskutiert wird. Schließlich hat es nicht jeder Lizenzgeber gern, wenn seine Videos "wo auch immer" abgespielt werden.

Für uns bedeutet dies, dass sämtliche WDR-Videos nicht einbettbar sind.

 

- Anzeige von automatisch generierten Szenen (Kapiteln)

Quasi DVD-Chapter in Klein-Format.

 

- Wenn verfügbar: Ausspielen des Videos in HD (erst den Clip starten, dann auf HD umstellen)

Wir produzieren zwar zunehmend in HD, doch macht das Ausspielen des hochauflösenden Materials längst nicht immer Sinn. Dies ist natürlich auch eine Kostenfrage (Streaming, Hosting) und soll deswegen gewissen Highlights vorbehalten sein.

(Beispiel http://www.derwesten.de/video/im-westen/Ein-Tag-im-Leben-der-Currywurst-id2280642.html)

 

- Wenn verfügbar: Speziell angelegte Kapitel in den Videos

Dies ist eine Erweiterung der automatisch generierten Szenen. Wir als Redakion haben hiermit die Möglichkeit, Videos manuell in Kapitel zu unterteilen und zu betexten. Sinnvoll sicherlich bei eher stark linearen Formaten (unserer Musiker-Reihe Soundcheck, generell Interviews), die eine Extraportion Non-Linearität vertragen können.

(Beispiel http://www.derwesten.de/staedte/balve/Tricks-mit-dem-Ball-id2266328.html)

 

- Download

Ausgewählte Videos können wir für einen bestimmten Zeitraum als Download anbieten (.mp4-Format für iPhones). Da der Download ein extrem heikles Thema ist (siehe Embedding) und in der Verlagsbranche auf Kopfschütteln ("Wir hassen Kontrollverlust!") stößt, wird es ihn nur in homöopathischen Dosen geben.

Demnächst im nächsten Teil "Ge-relaunched" mehr zum neuen Video-CMS der WAZ-Mediengruppe.

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17
Dec 2009

Die Flip in Redakteurshänden

Das kann dabei rauskommen, wenn begeisterte Zeitungskollegen mit der
Flip arbeiten:

http://www.derwesten.de/leben/gesundheit/Wie-Roboter-Gelaehmte-laufen-lassen-id262851.html

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15
Dec 2009

Erklärungsversuch: "YouTube ist Webvideo"

Können Sie in wenigen Sätzen, ohne Gebrauch von Netz-Theorien, den Unterschied zwischen Webvideo und WebTV erklären? Willkommen im Club. Auch ich bin neulich daran gescheitert. Dabei lässt es sich mit einem Vergleich erklären. Doch erfordert dieser mehr als Stammtisch-Parolen und Wikipedia-Halbwissen.

YouTube ist Webvideo

Gemeint ist nicht das technische Portal hinter dem bis dato größten Bewegtbildlieferanten der Menschheitsgeschichte. Vielmehr bedeutet der Grundgedanke des Social Media die Trennlinie zwischen Webvideo und WebTV.

Ohne zum x-ten Mal das Hohelied auf Social Media zu singen: Der Nutzer nimmt aktiv an der Gestaltung seines Programmes teil. Als Produzent, Konsument und Kritiker. Er hat sich das Recht auf freie Inhaltewahl zurückerkämpft.

Dass diese Erkenntnis bei Verlagen auf eine Betonmauer stößt, verwundert nicht: Vorallem Medienhäuser verstehen es, ihren vermeintlich exklusiven Inhalt mit letzter Kraft vor ihren Kunden zu schützen. Neuerdings auch mit Selbstschussanlagen.

Insofern kommt die Gelegenheit, günstigen TV-Bewegtbildinhalt als Zweitverwertung einzuspeisen, den Verlagen entgegen: Syndikation, Video-Ads, Crossmedia - beim Thema "Bewegtbild im Netz" wird eifrig Buzzword-Bingo gespielt.

Dabei beruht der Erfolg von Webvideos nicht auf möglichst viel Content zu möglichst günstigen Preisen. Sondern auf den vielfältigen Möglichkeiten, die das Internet dem Submedium Bewegtbild bietet.

Die Maßzahl "Video-Abrufe" ist übrigens in dieser Hinsicht ein ungeeignetes Mittel des Erfolgsnachweises. Faktoren wie Verweildauer, Weiter-Empfehlungsrate, Kommentarqualität und Longtail-Effekt verdeutlichen in Ansätzen, welchen Stellenwert das Produkt Webvideo bei den Websehern bzw. Kunden hat.

Diese Faktoren zu steuern, erfordert den stetigen Dialog mit den Kunden. Eine Funktionsweise, die dem klassischen, weil originär für ein Send-Only-Medium "TV" entwickeltem Bewegtbild nicht gegeben ist.

WebTV nutzt zwar die Werkzeuge des Social-Media-Gedankenguts, blendet aber den geistigen Überbau aus. Und degradiert den Webseher zum Zuschauer zweiter Klasse.

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13
Dec 2009

Nischenfunktion von Webvideos

Die Struktur ist eingefahren: Ganz unten gibt es Lokalredaktionen, darüber thront der "Mantel". Die Redaktion, die sich um die vermeintlich wirklich wichtigen Themen kümmert. Themen von überregionalem, je nach Definition auch nur von regionalem Interesse. Ein Auslaufmodell? Zumindest im Video-Bereich: Ja.

 

Web-Videos bei regionalen Zeitungsverlagen haben nur dann eine Chance, wenn sie sich ihrer Nischen-Funktion bewusst werden. Statt den großen Geschichten hinterherzuhechten, bedarf es journalistischer Demut. Der Kleingärtnerverein besitzt für einige Menschen vor Ort eine mindestens genauso große Relevanz wie die Weltwirtschaftskrise.

 

Münzen wir diese Relevanz auf Videos, zeigt sich der Standortvorteil eines regionalen Zeitungshauses. Die Redakteure vor Ort sind nah am Menschen. Das Wichtige dabei: Sie sind es jeden Tag. Denn um den neuen Markt zu erobern, bedarf es einer gewissen Regelmäßigkeit an Videos. Ist diese nicht gewährleistet, bleibt das Zusatzangebot eine Ausnahmeerscheinung. Ohne Chance auf Marktdurchsetzung.

 

Die klassische Funktion einer Mantel-Redaktion, das Schaffen von zusätzlichem Inhalt, ist somit obsolet. Bei uns zeigt sich dies an den Klickzahlen. Vermeintliche Beiträge mit Stars und Sternchen dümpeln im PI-Nirwana. Je mainstreamiger der Inhalt wird, desto weniger Webseher aus der potenziell interessierten Masse klicken sich in den Beitrag.

 

Allerdings bedarf es gerade im Lokalen verstärkter Marketingmaßnahmen für erfolgreiche Web-Videos. Der angesprochene Nischenmarkt muss über die Existenz des Videos Bescheid wissen. Leider ist dies nicht selbstverständlich - eine kleine Ankündigung im lokalen Print-Teil erreicht unter Umständen genau NICHT die gewünschte Zielgruppe.

 

Die Ankündigungs-Funktion muss der Lokalreporter selbst übernehmen. Er muss sein Werk aggressiv nach außen bewerben. Und noch nie war dies so einfach wie heut. Ein paar Mails hierhin, ein Foreneintrag dort, und ein Tweet zur richtigen Zeit. Die Werkzeuge liefert das Web zuhauf. Zudem erfreut sich ein analoges Kommunikationsmittel wieder wachsender Beliebtheit: Mundpropaganda.

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12
Dec 2009

Doku: City of Black & White Tour #Canon #7D

City of Black & White — Canon 7D documentary from Charles Son on Vimeo.

A short film about the last show of Mat Kearney's City of Black & White tour.

Shot on the Canon 7D.

Directed by Ryan McNeill, Charles Son
Filmed and Edited in Final Cut Pro by Charles Son
Graded by Adam Sakellarides in After Effects, with Neat Video Noise Reduction for some shots
Special thanks to Lisa Rucker for syncing up the audio
Music by Mat Kearney

Equipment:
Sigma 30mm 1.4
Tokina 11-16mm 2.8
Canon 24mm Tilt-Shift 3.5
Canon 50mm 1.4
Canon 24-70mm 2.8
Zacuto Rapid Fire rig
Sennheiser G2 wireless lav

See the (mostly) ungraded version here:

Also:
matkearney.com

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07
Dec 2009

Boom im Schneckentempo

Die Verlockung ist groß. Webvideos, ob nun  eigenständig oder als Teil eines Multimedia-Paketes, werden nicht erst seit gestern als Geschäftsmodell für die Zukunft gefeiert. Nur konsequent, dass Sie als Fotograf den Schritt vom Stand- zum bewegten Bild wagen.

Ich will nichts beschönigen: Sie stellen sich damit in die lange Reihe der Radio- und Zeitungsjournalisten, die ihren hauseigenen Internetauftritten mit Videos den notwendigen Pep geben wollen. Lassen Sie sich davon nicht zurück in die Dunkelkammer treiben: Die Konkurrenz nimmt drastisch zu, aber ebenso die Erlösmöglichkeiten. Verlage lechzen nach bewegten Bildern. Geld ausgeben wollen sie dagegen noch nicht. Das hängt weniger mit dem Unwillen zusammen, für Qualität zahlen zu wollen. Sämtliche Erlösmodelle bei Webvideos kranken am Unverständnis der Werbewirtschaft. Bezahlt wird immer noch nach »Page Impressions«, kurz: Klicks. Fotos und Videos werden auf eine Stufe gestellt, ohne die unterschiedlichen Produktionskosten zu berücksichtigen.

Ein Beispiel. Sie sind auf einem Stadtfest unterwegs. Mitgebracht haben Sie ein gutes Dutzend Fotos und ein kleines Video. Ein Bild können Sie in der Zeitung unterbringen, die restlichen Fotos gehen für einen Bonus als Fotostrecke ins Netz. Sie beglücken mit ihrer Arbeit nicht nur die Leser, sondern auch den Internetauftritt. Zwölf Fotos sind pro »Zuschauer« potenziell zwölf Klicks. Und das Video? Ein Klick pro Zuschauer. Was meinen Sie, wofür der Verlag eher bereit ist, Geld auszugeben?

Ich höre den Einwand: »Aber Webvideos werden doch mit Werbung versehen!« Dann verrate ich Ihnen (k)ein Geheimnis: Je nach Größe des Internetauftrittes liegt der Werbepreis bei 20 bis 80 Euro. Pro Tausend Klicks wohlgemerkt. Spielen wir mit den Zahlen: Ihr Video wird von 3000 Personen angeschaut. Im Lokalen eine durchaus ordentliche Zahl. Das macht im besten Fall 240 Euro Einnahmen für den Verlag. Nun ist es Usus, dass Netzportale eine Beschränkung auf eine Werbung pro drei Videos einbauen. Denn welcher eifrige Webseher schaut sich gern mehrmals hintereinander dieselbe Werbung an? Flugs bricht das wacklige Zahlenwerk in sich zusammen. Bedanken dürfen Sie sich erneut bei der Werbewirtschaft.

Bei all der Schwarzmalerei liegt aber genau hier die Chance. Machen Sie sich frei von dem Gedanken, nur »mal eben« ein Video mitzubringen. Setzen Sie Ihre wertvolle Ressource Arbeitszeit gezielt ein. Investieren Sie in Qualität – sowohl des Videos, des Themas als auch Ihrer eigenen Vermarktung. Die Dreifaltigkeit des Webvideo-Business.

Die Versuchung ist groß, bei einem Termin »draufzuhalten«. Besser irgendein als kein Bewegtbild. Sicherlich finden Sie auch hin und wieder einen Abnehmer. Klasse wird dann zu Masse. Und in Zeiten von User Generated Content à la YouTube holen Sie sich noch mehr unerwünschte Konkurrenz ins Arbeitsleben.

Mittelfristig müssen Sie sich von der Masse absetzen. Haben Sie sich für den Schritt in Richtung Webvideo entschieden, verfolgen Sie ihn ebenso energisch wie die Fotografie. Lernen Sie, optimieren Sie Ihre Arbeitsabläufe. Bleiben Sie am Ball.

Auch wenn Videos und Fotos auf den ersten Blick viel gemein haben: Beide Berufsfelder haben ihre speziellen Anforderungen. Das fängt bei der Ausrüstung an und geht bei der Umsetzung weiter. Lösen Sie sich von der Mär, Webvideo sei Fernsehen in Kleinformat. Der Zuschauer konsumiert bewegte Bilder im Netz anders. Während er bei der Produktionsqualität kleine Ungereimtheiten verzeiht, achtet er umso mehr auf den Inhalt. Seine wertvolle Internet-Zeit will gut genutzt sein. Halten Sie ihn deswegen von der ersten Sekunde an am Monitor fest.

Schlussendlich entscheidet er über Erfolg oder Misserfolg Ihres Produktes. Und davon hängt jeder weitere Auftrag ab. Denn der Erfolg im Internet ist durchaus messbar. Zumindest hier ein kleines »Danke« in Richtung »Page Impressions«.

Zwar ist die technische Qualität eines Webvideos wichtig, aber noch entscheidender ist das Thema. Prüfen Sie, welche Nische der Markt hergibt, wo die Wünsche Ihres potenziellen Auftraggebers liegen – und werden Sie dort zum Platzhirsch. Nicht jedes Fotothema ist gleichzeitig ein gutes Videothema, und umgekehrt. Zu jedem Thema lässt sich ein Video produzieren, aber medienkonvergentes Arbeiten im Internet erfordert das Ausloten der sinnvollsten Darstellungsform. Und Video ist beileibe nicht immer die beste Möglichkeit, ein Thema aufzugreifen.

Haben Sie nun ein fertiges Video auf der Festplatte und möglicherweise einen Abnehmer gefunden, beginnt ein weiteres Stück harter Arbeit. Bewerben Sie Ihre Arbeit und damit sich selbst. Werden Sie Ihre eigene Video-Agentur. Das Internet bietet nahezu unendlich viele, meist kostenfreie Möglichkeiten für diesen Zweck. Präsentieren Sie das Video auf Ihrer eigenen Netzpräsenz, entweder durch Verlinkung oder durch Einbetten des Produktes. Nutzen Sie soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook, Xing oder MySpace, um Ihr Werk zu verbreiten. Verlinken Sie in Fan-Foren, Gästebüchern, Wikipedia. Aber: nur nicht übertreiben. Sonst landen Sie allzu schnell im Spam-Ordner der jeweiligen Dienste.

Trotz all Ihrer Bemühungen beißt kein Verlag auf Ihr Video-Angebot an? Weil das Redaktionsbudget zu wenig hergibt? Dann werden Sie Ihr eigener Vermarkter. Refinanzieren Sie die Videos mittels eines Sponsoring-Partners und bieten das Produkt den Verlagen gratis an. Schließlich kann es Ihnen egal sein, wer Ihre Brötchen bezahlt.

Sie merken, das Webvideo-Geschäft ist komplex. Und immer noch in einer frühen Entwicklungsphase. Solange Medienunternehmen und Werbewirtschaft kein tragfähiges Modell zur Refinanzierung der Online-Angebote gefunden haben, bleibt Ihnen nur die Flucht nach vorn. Ein steiniger Weg mit vielen Risiken. Sie haben den ersten Schritt getan und sind in diesem spannenden neuen Berufsfeld von Anfang an dabei.

Herzlichen Glückwunsch. Bleiben Sie jetzt standhaft.

(Dieser Artikel von mir erschien Mitte 2009 in Ausgabe 28 von FREELENS, dem Verbandsmagazin der Fotojournalistinnen und Fotojournalisten.)

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02
Dec 2009

Dublin's people #Canon #7D

Ich stehe auf solche Videos. Manches Lächeln sagt mehr über einen
Menschen aus als tausend Worte...

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