Was die NRW-Staatskanzlei so fördert
Vielleicht liegt es an mir und mein Kunstverständnis reicht nicht aus. Doch warum die Düsseldorfer Staatskanzlei ausgerechnet diesem Herrn 10 000 Euro für ein Kultur-Videoprojekt aufs Konto überweist, kann ich beim besten Willen nicht verstehen.
Im Rahmen einer großangelegten Förderung im freien Kulturbereich (siehe hierzu die Ruhrbarone) erhält der Kunstfilmer für das "Filmen von 10 Off-Stage-Projekten" den obigen Geldbetrag. Soweit sogut.
Aber hat noch jemand außer mir beim Anblick dieses offiziellen Referenz-Videos Zweifel an der Güteklasse der gebotenen Leistung? Wer nicht nach den ersten 2 Minuten weggenickt ist, dem empfehle ich ein weiteres Referenz-Werk. Dort wird immerhin Alkohol und Nikotin konsumiert. Und das in HD.
Immerhin ist Gumnor kein teurer Vertreter der Videokunst: Bereits ab 250 Euro am Tag geht er auf Doku-Tour. So steht es zumindest auf der Kontakt-Seite. Bezogen auf die Fördermenge sind das exakt 68,9 Drehtage.
Hoffen wir nur, im Sinne aller potenziellen Zuschauer, dass dabei nicht 68,9 Off-Stage-Sommerfeste herauskommen.
Noch erschreckender finde ich die Kriterien, nach denen die Jury ein derartiges Projekt als "förderungswürdig" betrachtet. Seit wann ist "Unfähigkeit" ein Kriterium?
